Antworten, Orientierung und Materialien rund um Kinder- und Jugendsport,
Wettkämpfe, Maßnahmen, Persönlichkeitsentwicklung, Teamentwicklung und Krafttraining im Gewichtheben.
Warum Wettkämpfe sinnvoll sein können und wie sie im Nachwuchsbereich ablaufen.
Was bei DGJ-Maßnahmen im Mittelpunkt steht – und warum es nicht nur ums Training geht.
Wie junge Menschen im Gewichtheben Selbstvertrauen, Konzentration und Verantwortung entwickeln.
Was Krafttraining mit Kindern und Jugendlichen bedeutet – und worauf geachtet werden sollte.
Weiterführende Inhalte, Broschüren und Materialien für Vereine, Trainer:innen und Interessierte.
Im Kindes- und Jugendalter sollte der Fokus auf Spaß an der Bewegung liegen.
Allerdings ist es auch schon in jungen Jahren wichtig zu lernen, auf etwas hinzuarbeiten
und das neu Erlernte oder die Verbesserung der Leistungen im Rahmen eines Wettkampfes zeigen zu können.
Wettkämpfe bieten langfristig einen Anreiz, konstant zu trainieren, erhalten das Interesse
an einer Sportart und schulen den Umgang mit Drucksituationen.
Ein Wettkampf beginnt mit dem Abwiegen. Im Schüler- und Jugendbereich werden die Sportler:innen
zusätzlich in Altersklassen eingeteilt.
Der Wettkampf besteht aus Zweikampf und Mehrkampf. Der Zweikampf beinhaltet Reißen und Stoßen,
wobei neben den Lasten auch die Technikwertung eine wichtige Rolle spielt.
Im Mehrkampf werden zusätzlich allgemeine Athletikdisziplinen getestet, zum Beispiel Sprint,
Liegestütze oder Schlussdreisprung.
Bei Wettkämpfen im Kinder- und Jugendbereich liegt der Fokus klar auf Technik und Mehrkampf.
Es geht nicht um die größten Lasten, sondern um saubere Technik und eine gut ausgebildete Athletik.
So werden Grundlagen für körperliche Gesundheit und eine gute sportliche Entwicklung geschaffen.
Bei einem Camp der DGJ wird ein bis zwei Mal am Tag trainiert, allerdings steht das Training
nicht im Mittelpunkt der Maßnahmen.
Hauptsächlich soll die Teamfähigkeit der Teilnehmenden gefördert werden.
Besonders gemeinsame Unternehmungen außerhalb des Trainings sollen dazu beitragen,
dass sich die Teilnehmenden untereinander anfreunden und vernetzen.
Bei all dem soll natürlich der Spaß an oberster Stelle stehen.
In Training und Wettkampf kommen auf Athlet:innen nicht nur motorische,
sondern auch psychosoziale Anforderungen zu.
Neben körperlichem Training sollten deshalb auch psychosoziale Ressourcen gefördert werden.
Diese können die sportliche Leistung unterstützen und auch im Alltag hilfreich sein.
Im Gewichtheben sind Selbstbewusstsein, Konzentrationsfähigkeit, Kooperationsfähigkeit
sowie Gruppen- und Aufgabenzusammenhalt besonders wichtig.
Dazu gehören auch Empathie, soziale Verantwortung, Kommunikationsfähigkeit und Teamgeist.
Selbstbewusstsein kann über Nahziele, Erfolgserlebnisse, Feedback und Selbsteinschätzung gefördert werden.
Konzentrationsübungen, Vertrauensübungen oder das Übernehmen einer Trainer:innenrolle
können weitere Kompetenzen stärken.
In Training und Wettkampf lernen Kinder und Jugendliche das Verhalten und Arbeiten in einer Gruppe.
Gegenseitige Unterstützung, Motivation und Teamgeist können die Leistungsfähigkeit stärken.
Teamzusammenhalt kann außerdem helfen, Fehlversuche, Enttäuschungen oder schlechte Wettkampfergebnisse
besser zu verarbeiten.
Teamentwicklung kann durch gemeinsame Aufwärm- und Cool-Down-Phasen, Teamspiele,
gegenseitiges Coachen, gemeinsame Regeln, Rituale und das Thematisieren von Konflikten gefördert werden.
Gerade Rituale können helfen, Zugehörigkeit und Zusammenhalt in der Trainingsgruppe zu stärken.
Sport ist auch im Kindes- und Jugendalter wichtig. Eine frühe Verbindung zum Sport zu schaffen
und zu fördern, ist daher sinnvoll.
Entgegen der allgemeinen Auffassung gilt dies auch für Kraftsport im Kindes- und Jugendalter.
Dabei sollte auf Kraftausdauer statt Maximalkraft, dynamische Übungen und zunächst viel Arbeit
mit dem eigenen Körpergewicht geachtet werden.
Schon ab dem Vorschulalter kann der normale Bewegungsdrang genutzt werden,
um erste Reize für die Muskelentwicklung zu setzen.
6 bis 9 Jahre: Spiel, Spaß und Vielseitigkeit stehen im Mittelpunkt.
10 bis 13 Jahre: Einstieg in strukturierteres Training mit Vielseitigkeit, Intensität und Komplexität.
14 bis 15 Jahre: Rücksicht auf Wachstum, gutes Verhältnis von Belastung und Erholung,
abwechslungsreiches Training und vertiefte Persönlichkeits- und Teamentwicklung.
Eine Einheit kann aus Erwärmung, Skill-Teil, Athletik oder Workout sowie Cool-Down bestehen.
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